Haus-Tausch: Als „Vermieter“ und „Mieter“ sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen treffen

Der Häuser- oder Wohnungstausch ist in erster Linie dafür gedacht, anderen Menschen einen Platz während des Urlaubes geben zu können – und im Gegenzug, kann man als Vermieter natürlich auch die Angebote anderer Menschen in Anspruch nehmen. Ganz ohne einige Sicherheitsvorkehrungen sollten die eigenen Räumlichkeiten allerdings nicht „vermietet“ werden. Auch potenzielle Gäste sollten vorab einige Infos einholen.

Beim Haus-Tausch ist eine Sache ganz besonders wichtig: Das Vertrauen zwischen den Parteien, denn wenn Unwohlsein aufkommt, wird weder der Urlauber noch der Vermieter mit der Situation glücklich. Doch auch, wenn der erste Eindruck stimmt, sollte man auf einige Dinge achten, die die letzten Stolpersteine und Risiken aus dem Weg räumen. Wichtig sind die folgenden vier Dinge:

  1. Lesen Sie die Berichte anderer Gäste

Denken Sie darüber nach, ein Haus-Tausch-Angebot in Anspruch zu nehmen, um dort für einige Tage zu übernachten? Wenn ja, sollten Sie vorab einige Erfahrungsberichte anderer Gäste lesen, wenn vorhanden. Dort können sie sich vom tatsächlichen Zustand der Immobilie überzeugen und bestimmt auch einige persönliche Eindrücke (beispielsweise zum Vermieter selbst) mitnehmen. Nutzen Sie diese Berichte und Bewertungen, um Ihre Entscheidung zu fällen.

 

  1. Sprechen Sie vorab mit dem Vermieter

Wie bereits anfangs erwähnt: Vertrauen zwischen den Parteien ist für einen angenehmen Aufenthalt sehr wichtig. Das bedeutet, dass Sie unbedingt vorab, also nicht nur per E-Mail, sondern idealerweise per Telefon oder Skype miteinander sprechen sollten – so entsteht das so wichtige Vertrauen zueinander sehr viel schneller.

 

  1. Schriftliche Vereinbarung festhalten

Für beide Seiten ist eine schriftliche Vereinbarung ganz entscheidend, um im Streitfall eine Basis vorzeigen zu können, die von beiden Parteien unterschrieben wurde. Solch eine Vereinbarung sollte einen Nutzungsvertrag und außerdem eine Bestandsaufnahme des Objekts beinhalten. Falls also etwas verschwinden sollte, beispielsweise technische Geräte, Home Entertainment oder Möbel, kann dies ohne Weiteres nachgewiesen werden. Betrugsfälle sind so unmöglich.

 

Der Vertrag an sich ist zusätzlich wichtig, falls eine finanzielle Entschädigung für den Aufenthalt anfällt, denn: Diese Einnahmen müssen vom Vermieter angegeben werden. Mit einem Vertrag ist man auch hier auf der sicheren Seite und kann die Zusatz-Einnahmen lückenlos erklären und beim Finanzamt anzeigen. Wichtig ist auch, dass im Vertrag eine Vorauszahlung festgehalten wird – als Vermieter sichern Sie sich so davor ab, dass der Aufenthalt einfach nicht angetreten wird, obwohl Sie anderen Interessenten bereits abgesagt haben. Allerdings sollte Sie damit nicht zu forsch sein, denn: Anzahlungen können auch abschrecken.

 

  1. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung und den Nachbarn

Als Vermieter sollten Sie Sorge tragen, dass Ihr Zuhause im Schadensfall abgesichert ist – auch, wenn der Schaden von Ihrem Hausgast begangen worden ist. Ein kurzes Gespräch mit der Versicherung reicht hier aus, um Klarheit zu schaffen. Selbiges gilt übrigens auch, wenn sie zusätzlich die Autos tauschen – Fragen Sie nach, ob Ihre Versicherung im Schadensfall auch zahlt, wenn nicht Sie am Steuer sitzen. Außerdem: Da in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten jemand anderes bei Ihnen ein- und ausgeht, sollten Sie Ihre Nachbarn frühzeitig informieren. So vermeiden Sie Missverständnisse.

Der Wohnungstausch ist eine tolle Sache und besonders für Individual-Urlauber ideal. Allerdings sollten auf beiden Seiten entsprechende Sicherheitskorkehrungen getroffen werden, um Missverständnisse und Streitsituationen zu vermeiden – dann wird der Tausch in jedem Fall zum Erfolg.